DAY°90–100 – CAMBODIA #1

Nachdem mich Thailand geschickt raus geschmissen hat (Visum abgelaufen), habe ich mich auf nach Kambodscha gemacht. War ja anfangs eigtl. gar nicht auf meiner Liste – aber so schnell kann’s gehen.

Erster Stop: SIEM REAP
Um 23 Uhr komme ich nach 2 Flügen (Surat Thani > Bangkok > Siem Reap) in Kambodscha, Siem Reap an und hab einen Stempel mehr in meinem Pass.

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Check-in im „Garden Village Guesthouse“. Ein riesengroßer Dorm-Room mit mindestens 40 Betten. Keine Möglichkeit Sachen einzusperren. Ich weiß nicht wieso so viele Leute die ich unterwegs getroffen habe hier gelandet sind, aber vermutlich lag’s einfach am Preis (3,50$/Nacht). Nachdem mein „hauptsache billig“ aber auch irgendwo Grenzen hat, bin ich am nächsten Tag ins „Funky Flash“ Hostel (8$/Nacht) umgezogen – eine Art Party-Hostel. Ist zwar auch nicht 100% das was ich geplant hatte, aber immerhin sicher und ein guter Ort um Leute kennenzulernen.

Nachdem ich den halben Tag mit Thailand-nachtrauern und Planung verbracht habe, habe ich mir am späten Nachmittag ein motorbike gemietet um beim Weltkulturerbe „Angkor Wat“ den Sonnenuntergang anzuschauen. 1-Tages Ticket kostet 20$. Good to know: du kannst am Vortag schon ab 17 Uhr hinein und dir somit einen Sonnenuntergang mehr anschauen. Mit meinem super alten Bike rattere ich also da hin und komme kurz vor Sonnenuntergang an einem der zig Tempel an. Menschenmassen tummeln sich auf der Hauptterrasse. Tipp eines Freundes: es gibt viel mehr Terrassen. Such dir eine andere und schau den Sonnenuntergang quasi alleine. Gesagt, getan. Hinter mir eine Ebene höher: hunderte Menschen mit Kameras. Ich: eine Ebene weiter unten – alleine.

Zurück im Hostel treffe ich Ben, ein Australier der eigentlich auch keinen Plan hat was man in Siem Reap so machen kann. Also gehen wir spontan Abendessen, spielen später mit 5 anderen Alleinreisenden Beer-Pong und machen uns dann aus, dass wir am nächsten Morgen mit meinem Bike um 5 Uhr in der Früh los fahren um den Sonnenaufgang anzuschauen. Ich sag noch so „um 5.05 Uhr fahre ich spätestens los! Aber nur für den Fall, dass ich verschlafe: ich bin im female dorm – weck mich auf!“.

1 Stunde Schlaf steht mir bevor. Und dann: ich wache gemütlich auf, mache die Augen auf und eine mega Dosis Adrenalin haut sich in meine Blutbahn. WIESO IST ES HELL? Blick auf die Uhr und ich könnte los heulen: 7 Uhr! Ich hab fucking 20$ dafür bezahlt und verschlafe einfach den Sonnenaufgang. Na gut, soll’s so sein. Ben hat auf mich gewartet, kommt mir kopfschüttelnd entgegen. Es gab noch einen 2. female Dorm-room und er hat natürlich im falschen nach mir gesucht. Dann wollte ich noch eine Nacht verlängern – nein Belinda, so einfach ist das nicht. Auch wenn dir die Leute vom Hostel sagen, dass du ihnen am nächsten Tag sagen kannst ob du länger bleibst, heißt das nicht, dass das stimmt. Also: Hostel ausgebucht. Nachdem ich nicht nochmal umziehen wollte, beschließe ich den Nachtbus in den Süden zu nehmen. Nachdem es Ben genauso ging, haben wir das Ticket zusammen gebucht. Aber vor der Busfahrt geht’s noch auf zum Angkor Wat!

In der schwülsten Hitze schlendern wir zum größten Tempel der Kilometer großen Anlage. Wunderschön! Bis ins kleinste Detail sind die riesigen Wände geschmückt. Was mich jedoch ein bisschen ablenkt? Die Holzplanken am Boden. Auf Koh Phangan habe ich mit einer Schleifmaschine das Boot geschleift – schön glatt. Aber hier im Angkor Wat hat wohl jemand noch nie einen „sander“ in der Hand gehabt. Also bin ich mehr damit beschäftigt mich über die nicht vorhandenen Schleif-Künste eines Unbekannten zu ärgern, als die schönen Wände anzuschauen. #joke

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Nach dem 2. Tempel kommen wir zurück zum Bike und meine Anti-Glücks-Strähne geht weiter: ein Platten. In Mitten der mega weitläufigen Anlage. Cheers mate – wo ist mein beruhigungs-Trankerl? Dieser nette Polizist hat uns dann ein Tuk-Tuk gerufen und zusammen haben wir das Bike drauf geladen und uns oben drauf. Für faire 10$ sind wir dann im rental-shop gelandet und ich durfte nochmal süße 5$ für den Reifen zahlen. Hätte mir die Dame vorher gesagt, dass ich sie einfach hätte anrufen können und sie hätten mir ein neues Bike gebracht, hätte ich jetzt wohl 10$ mehr #MatheGenie

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Beim zweiten Anlauf bin ich dann alleine durch die Anlage gefahren und gegangen, bis mir die Füße weh getan haben. Also zurück zur Unterkunft, Rucksack packen und auf ins nächste Abenteuer.

SIHANOUKVILLE
Nach 11 Stunden Busfahrt sind wir um 5 in der Früh in Sihanoukville angekommen und wurden mit dem Motorbike-Taxi am Serendipity beach abgeliefert. Erst mal in Strandsessel setzen, ins Wlan einer Bar reinhängen und den Sonnenaufgang schauen.

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Klingt schöner als es war. Neben uns ein Koks schnupfender Herr und ein Justin Bieber Musik hörender Junge. Der Strand stinkt, ist voll Müll und die restlichen Alkoholdämpfe der letzten Party steigen auf. Also: weg hier!

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Unfreiwillige Gratis-Dusche auf dem Speed-Boot.

 

 

KOH RONG
Mit der nächsten Fähre sind wir dann auf Koh Rong gelandet. Julia war so nett und hat ein paar Freunde kontaktiert, die mich dann beim Pier super lieb empfangen haben. Hat sich nach meinem zachen Aufenthalt in Siem Reap und dem schrecklichen Empfang in Sihanoukville richtig gut angefühlt. Der Australier und ich haben dann bei der Bar „Island Boys“ wo Julia damals 1 Monat gearbeitet hat eingecheckt. Die haben im 2. Stock Dorm Rooms. Nachts ist das dann halt eher weniger nice wenn Musik von unten & der Nebenbar und das Geschrei der Beer-Pong spielenden Meute deinen holy-sleep stört.

Halbwegs ausgeschlafen hab ich spontan alleine eine Wanderung gemacht zum Long-Beach. 1,5 Std. hin & 1,5 Std. zurück. Durch den Dschungel, bergauf und bergab, wandern und über Felsen runter/rauf klettern.

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Und das geilste? Wenn man das alles alleine geschafft hat, seinen Kopf endlich wieder frei bekommt und voll verschwitzt an einem Traum-Strand ankommt an dem so gut wie keine Menschen sind und sich in die klaren Fluten schmeißen kann.

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Bussi nach Hause – mir geht’s gut. 
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„Schattenplatz“ oder so. Weißer Sand, blaues, klares Wasser – weit und breit keine Menschen!

Ach und habt ihr diese beiden Jungs schon gesehen? Die sind beim Abendessen einfach zum Tisch gekommen, haben mir mein Handy aus der Hand genommen, YouTube angemacht und Videos geguckt. Sweet!

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Gibt’s die auch zum Mitnehmen?

Nach 2 Nächten Koh Rong, haben wir genug von der Insel und machen uns auf zur Nächsten…

…KOH RONG SAMLOEM

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Auf der Insel angekommen erst mal bei „easy tiger“ eingecheckt und dann einen kleinen Strandspaziergang gemacht. Aus dem wurde allerdings ein kleines Abenteuer. Plötzlich ist der Himmel schwarz und kurz bevor wir in unserer Unterkunft ankommen fängt es schon mega an zu stürmen. Die Khmer (Kambodschaner) laufen herum und das Open-Air-Zelt der am nächsten Tag stattfindenden Hochzeit droht weg zu fliegen. Also packt das halbe Dorf mit an und hält das Zelt fest während es schon anfängt zu schütten. Sehr viel mehr kann man an so einem Abend dann auch nicht wirklich machen also ging’s dann nach ein paar Runden Kartenspiele und unserem welcome-Beer ins Bett. Die mit Abstand schrecklichste Nacht meiner Reise. Die Tür des Dorm-rooms ist offen, mit Blick auf den Strand (damit eine angenehme Brise rein kommt in der Nacht). Allerdings war diese Brise diese Nacht ein Sturm und der Blick auf den Strand war eher angsteinflößend als schön. 2 Stunden liege ich in der Nacht wach und habe Angst, dass unsere Hütte wegfliegt und eine große Tsunami-Welle die Insel weg wäscht. Hab ich erwähnt, dass Vollmond war? Am nächsten Morgen ist der Strand voll angespültem Müll und sogar die Einwohner meinen, dass dieser Sturm „strange“ war. Na sehr beruhigend.

Nach der zweiten Sturm-Nacht wird der Mond wieder kleiner und das Wetter beruhigt sich wieder. Endlich Zeit um runter zu kommen. Ich sitze ein paar Stunden in einem netten Restaurant am Pier, genieße meine Ice-Coffees und denke über meine Zukunft nach. Hinter mir hüpfen ein paar Kinder herum und versuchen Fische zu fangen.

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Danach ein gemütlicher Strandspaziergang mit einer kleinen Yoga-Session und Sandbuddeln.

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Am Abend hat sich eine Gruppe gefunden mit der wir zusammen All-you-can-eat essen gegangen sind. Unglaublich geiles Essen! Und der Plan für den nächsten Tag: eine Boots-Tour mit mega netten Leuten zum schönsten Strand der Insel inkl. Schnorcheln.

Am Weg zur Insel hat der Motor unseres Boots den Geist aufgegeben. Wir mussten dann erstmal ca. ne Stunde in der knallen Sonne auf dem Meer warten bis ein Ersatz Boot kam. Aber halb so wild. Abenteuer muss auch sein.

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Gutes Leben: Hängematte, Ice-Coffee, Sonne, Strand und Meer. Was braucht’s sonst noch?
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Sonnenuntergang am Pier gucken bevor’s zurück zu unserem M’Pai Bay geht. 

Am Rückweg haben wir Plankton im Meer und Sterne am Himmel leuchten gesehen – magische Momente die man nur im Kopf&Herz festhalten kann.

Ich hab übrigens wieder das „Glück“ gehabt, dass meine Unterkunft ausgebucht war, also musste ich in die Neben-Unterkunft übersiedeln. War aber mal wieder besser als die Erste. Nach einem gemeinsamen Abendessen und ein paar Bier habe ich mich überreden lassen dann am nächsten Tag nochmal mit auf Koh Rong zu fahren mit 2 Engländern in den 30ern und 2 deutschen Mädels in meinem Alter. Super nette Truppe!

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Alle brav am einschmieren auf unserem Privat-Boot. V.l.n.r. Damion, Kristian, Kyra (hinter Kristian) und Hannah.
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Panorama vom beach auf Koh Rong.

Nach einer Bier-Trunkenen Nacht auf Koh Rong wollte mich auch dieser Ort mal wieder los werden. Die letzte Fähre um 16 Uhr war ausgebucht also musste ich zu Mittag innerhalb von 20 Minuten mein Zeug packen und abreisen um noch am selben Tag das Festland zu erreichen. Der Plan mit der Gruppe nochmal zum long beach zu trekken fiel somit ins Wasser. Aber wie heißt es so schön? „Das Leben macht einem Geschenke, die es als Probleme verpackt“.

Jetzt gebe ich Sihanoukville nochmal eine Chance und verbringe 1–2 Nächte am Otres Beach 2. Ein bisschen Zeit mal wieder den Laptop aufzuklappen (auf den beiden Inseln gab’s kaum Wlan), zu schreiben und die Massen an Emails zu beantwor…äh…als gelesen markieren. #SorryOutOfOffice

Heute ist übrigens ein besonderer Tag: mein 100. Tag auf Reisen! Waah!

Plan für die nächsten 20 Tage in Kambodscha: rauf in den Norden (über den Osten), einen Haufen Orte abklappern und dann ab nach Laos.

Cheers, mate!

 

 

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